„Ein Stück Wiese“ – ein trauriges Theaterstück
Die drei ersten Klassen der Zeppelinschule machten sich jüngst voller Vorfreude auf den Weg zu einem Theaterbesuch in der Zehntscheuer.
Dort angekommen, erwartete die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück „Ein Stück Wiese“. Auf anschauliche Weise erzählte das Stück die Geschichte von Frau Hummel und Herrn Schmetterling auf einer kleinen Wiese, die nach und nach durch die Bedürfnisse der Menschen, irgendwo zwischen Ehrgeiz und Gier, verändert wird. Der Rosenkäfer erzählt von Häusern, die gebaut werden, Straßen, die entstehen und von der Natur, die immer weiter weichen muss. Dabei wurde den Kindern eindrucksvoll vor Augen geführt, wie stark unser Handeln die Umwelt beeinflusst und wie nah die Geschichte einer bunten und lustig bewohnten Blumenwiese an eine echte Gruselgeschichte – eine Geschichte von den Menschen grenzt.
Besonders beeindruckend war die kreative Umsetzung: Annika Pilstl schlüpfte überzeugend in verschiedene Rollen und machte die Verwandlung von einer bunten Blumenwiese zu einer von Menschen eingenommenen Betonwüste deutlich und greifbar für die Kinder. Es wurde gelacht, gestaunt und auch nachdenklich geschwiegen.
Das Tolle an diesem Theaterstück war, dass alle Altersklassen etwas für sich aus dieser Geschichte mitnehmen konnten – jeder Mensch eben nach seinem Vermögen.
Ein Erstklässler: „Ich fand das Theaterstück traurig. Das wäre wie, wenn wir aus dem Urlaub zurückkommen würden und unser Haus wäre nicht mehr da.“
Dieser Theaterbesuch war nicht nur ein schönes gemeinsames Erlebnis, sondern regte auch zum Nachdenken an, wie der obige Kommentar des Erstklässlers zeigt. Vielleicht achten wir alle im Alltag ein wenig mehr darauf, wie wir mit unserer Umwelt umgehen – damit auch in Zukunft noch viele „Stücke Wiese“ erhalten bleiben.
Caroline Gerold


