Angebotsstart zum neuen Schuljahr – „Mensch ärgere dich nicht“

Mit dem Start in das neue Schuljahr haben in der zweiten Woche nun auch wieder die vielfältigen Angebote für das erste Halbjahr begonnen. Die Auswahl für unsere Schülerinnen und Schüler ist dabei beeindruckend groß: Von Sprache über Küchenangebote, Wissenschaft, Kunst, Büchern und neuen Medien bis hin zu Fußball, weiteren sportlichen Aktivitäten und Entspannung ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Hinter der Einteilung steckt allerdings weit mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Organisation ist jedes Jahr aufs Neue eine komplexe Aufgabe, die viel Engagement und sorgfältige Planung erfordert. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diesen Einsatz!

Auch wenn die Wünsche aller Kinder selbstverständlich so weit wie möglich berücksichtigt werden, lässt sich nicht immer alles umsetzen. Vielleicht hilft hier ein kleiner Gedanke an das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“: Manchmal wird man eben „zurück auf Start“ geschickt – und darf es einfach noch einmal versuchen. Gerade darin liegt jedoch aber auch eine Chance. Die Kinder erhalten Einblicke in neue Themenbereiche, entdecken bislang unbekannte Interessen und sammeln wertvolle Erfahrungen jenseits ihrer ersten Wahl.

In meinem Angebot „Kunst & Spiel“ greifen wir genau diesen Gedanken auf. Wir spielen gemeinsam bekannte Brett- und Gesellschaftsspiele wie zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“ und gehen anschließend einen Schritt weiter: Wir gestalten eigene Spielbretter neu, modellieren passende Spielfiguren und setzen eigene Ideen um. So verbinden sich spielerisches Lernen und kreatives Arbeiten auf ganz natürliche Weise. Die Kinder erleben, dass sie nicht nur Mitspielende, sondern auch Gestaltende sein können. Dass Kinder im Spiel besonders nachhaltig lernen, ist in der Pädagogik seit Langem bekannt. Entwicklungspsychologische Ansätze zeigen, dass Spielen weit mehr ist als Zeitvertreib. Es fördert Konzentration, Kreativität sowie soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Frustrationstoleranz. Gerade in gemeinschaftlichen Spielsituationen lernen Kinder, Regeln zu verstehen, einzuhalten und auch einmal mit unerwarteten Wendungen umzugehen. Dies alles sind Fähigkeiten, die weit über das Spiel hinaus Bedeutung haben.

So entstehen nicht nur individuelle Kunstwerke, sondern auch neue Perspektiven auf bekannte Spiele – und ganz nebenbei wird gelernt, ausprobiert und gelacht. Und wer weiß, ob es in naher Zukunft nicht auch ein neues Spiel geben wird. Ein gelungener Start in ein abwechslungsreiches Angebotsjahr!

Caroline Gerold